Corporate Governance Bericht

mit Entsprechenserklärung für das Geschäftsjahr 2017 nach dem Public Corporate Governance Kodex (PCGK) des Landes Hessen

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH erklären gemäß Nr. 1.3 des Public Corporate Governance Kodex des Landes Hessen in der Fassung vom 09. November 2015:
Die jährliche Entsprechenserklärung erfolgt erstmalig für das Geschäftsjahr 2017. Die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH und ihre Tochtergesellschaften Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH, NH-Projektstadt GmbH, MET Medien-Energie-Technik Versorgungs- und Betreuungsgesellschaft mbH und die Bauland-Offensive Hessen GmbH haben im Geschäftsjahr 2017 den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Landes Hessen in der Fassung vom 09. November 2015 entsprochen und werden den geltenden Empfehlungen auch künftig entsprechen mit Ausnahme folgender Empfehlung(en):

Referenz PCGK Inhalt Begründung für Abweichung
Nr. 3.3.2 Für Mitglieder der Geschäftsleitung in Unternehmen, die keine Aktiengesellschaft sind, soll bei Abschluss einer Vermögens-haftpflichtversicherung (D & O-Versicherung) ein Selbstbehalt von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds vereinbart werden. Das Bedingungswerk zur D & O Versi-cherung sah bisher keine Selbstbehaltsregelung vor. Seit 2017 werden bei Neu-/Anschlussbestellungen von Geschäftsführern die Vertragsbedin-gungen um eine Selbstbehaltsregelung bei der D&O Versicherung in Höhe von 10 Prozent ergänzt.
Nr. 4.3.2 Keine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter. Eine Anpassung der Erfolgsziele erfolgte wegen der Aktualisierung des Wirtschaftsplans aufgrund der Eigenkapital-Erhöhung.
Nr. 5.1.1 Überprüfung der Qualität und Effizienz der Tätigkeiten des Überwachungsorgans sowie Überwachung der zur Umsetzung beschlossenen Maßnahmen. Eine fragebogengestützte Selbstevaluation wurde in der Aufsichtsratssitzung der Nassauischen Heimstätte am 30.06.2017 erläutert, aber vor dem Hintergrund der grundlegenden Überarbeitungen der Geschäftsordnungen im Jahr 2017 und der damit einhergehenden Diskussionen verschoben.
Nr. 5.1.2 Mitglieder der Geschäftsführung sollen für höchstens fünf Jahre, bei der erstmaligen Bestellung nur für drei Jahre angestellt werden. Die erstmalige Bestellung von Frau Fontaine-Kretschmer erfolgte für fünf Jahre. Von der ursprünglich angestrebten Bestellung für nur drei Jahre wurde abgewichen, da Frau Fontaine-Kretschmer bereits seit 25 Jahren in der Unternehmensgruppe tätig ist.
Nr. 5.1.8 Keine Übertragung der Entscheidungskompetenz auf Ausschüsse des Überwachungsorgans. Im Zuge der Einführung des PCGK und der damit einhergehenden Überarbeitung der Geschäftsordnungen wurde diese Vorgabe weitestgehend umgesetzt. Eine Ausnahme bildet der Ankauf von Grundstücken (zwischen 10 Mio. € und 20 Mio. €) sowie der Erwerb von Immobilien bzw. schlüssel-fertigen Projektentwicklungen (zwischen 20 Mio. € und 60 Mio. €) in der Nassauischen Heimstätte, um diesbezüglich schneller und damit einhergehend wettbewerbsfähiger am Markt agieren zu können.

Offenlegung der Vergütungen (Vergütungsbericht)

Gemäß Nr. 6.2.1 soll die Gesamtvergütung jedes Mitglieds der Geschäftsleitung individualisiert, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung unter Namensnennung in allgemein verständlicher Form dargestellt werden. Dies gilt auch für Leistungen, die dem Mitglied bzw. einem früheren Mitglied der Geschäftsleitung für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt oder im Laufe des Geschäftsjahres gewährt worden sind. Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Name Festvergütung Tantieme kurzfristig Tantieme langfristig Neben-leistungen Jährl. vereinbartes Gesamtbrutto
Herr Dr. Thomas Hain 215.000 € 51.000 € 9.000 € Dienstwagen, jährl. Versorgungs-beitrag i.H.v. 35.000 € 310.000 €
Frau Monika Fontaine-Kretschmer 180.000 € 34.000 € 6.000 € Dienstwagen, jährl. Versorgungs-beitrag i.H.v. 35.000 € 255.000 €
Herr Dr. Constantin Westphal 194.000,00 € 44.190 € 4.910 € Dienstwagen, jährl. Versorgungs-beitrag i.H.v. 35.000 € 278.100 €
           

Im Jahr 2017 ist kein Mitglied der Geschäftsführung ausgeschieden. Infolgedessen wurde keinem der Mitglieder der Geschäftsführung eine Leistungszusage für den Fall der Beendigung der Tätigkeit gegeben.

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder

Gemäß Nr. 6.2.2 soll die Vergütung jedes Mitglieds des Überwachungsorgans individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen in allgemein verständlicher Form dargestellt werden. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Festvergütung, sondern ein Sitzungsgeld in Höhe von 80 € pro Sitzung.

Name Sitzungsgeld
Staatsministerin Priska Hinz 320 €
Oberbürgermeister Peter Feldmann 240 €
Herr Jens Bersch 320 €
Herr Oliver Baltes 320 €
Stadtverordneter Ulrich Baier 240 €
Ministerialrätin Dagmar Brinkmann 320 €
Herr Gerd Brückmann 320 €
Herr MdL Ulrich Caspar 240 €
Ministerialdirigent Elmar Damm 320 €
Frau MdL Martina Feldmayer 320 €
Ministerialrat Dr. Christian Hermann 320 €
Ministerialdirigent Dr. Christian Hey 160 €
Herr Wolfgang Koberg 320 €
Staatssekretär Werner Koch 320 €
Herr Bernhard Köppler 240 €
Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke 160 €
Ministerialrat Dr. Frank Roland 320 €
Stadtrat Jan Schneider 320 €
Herr Ulrich Türk 320 €
Herr Thomas Völker 320 €
Landtagsabgeordnete Astrid Wallmann 240 €

Anteil der Frauen im Aufsichtsrat (Nr. 6.1)

Der Aufsichtsrat besteht aus 21 Mitgliedern. Dem Aufsichtsrat gehörten 4 Frauen an. Der Frauenanteil betrug also 19 v. H.