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Stadtumbau Lampertheim: Ministerium sagt Ja

Freuen sich auf die nächsten Schritte beim Stadtumbau in Lampertheim
Freuen sich auf die nächsten Schritte beim Stadtumbau in Lampertheim: (v. li.) Sabine Vilgis (Leiterin Technische Betriebsdienste), Jens Klingler (Erster Stadtrat), Bürgermeister Gottfried Störmer, Stefan Groß (Fachbereich Bauen und Umwelt) sowie Marius Becker (ProjektStadt, Projektleiter Stadtentwicklung). Foto: Stadt Lampertheim

Behörde genehmigt Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept und macht Weg für Fördermittel frei – Gesamtvolumen von bis zu 23 Millionen Euro – NH-Tochter ProjektStadt hat Konzept erstellt und Prozess moderiert

Lampertheim – Die Realisierung der Projekte im Stadtumbau in Lampertheim (Kreis Bergstraße) kann beginnen. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) anerkannt und damit den Weg für die weitere Bewerbung um Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau in Hessen“ freigemacht. Das Konzept wurde unter breiter Bürgerbeteiligung durch die Stadtumbau-Experten der ProjektStadt, der Stadtentwicklungssparte der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, erstellt. Alle Beteiligten zeigten sich zufrieden mit der jüngsten Entwicklung. „Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und die einzelnen Projekte umzusetzen“, sagte Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer. Marius Becker von der ProjektStadt würdigte vor allem die hohe Akzeptanz, die der Prozess in der Bevölkerung genieße. „Wir haben hier in Lampertheim ein Wir-Gefühl geschaffen. Das ist beim Ministerium gut angekommen.“

Zusage für Klimagutachten und Modernisierungsstudie

Das ISEK enthält Projekte mit einem Gesamtvolumen von 23 Millionen Euro. Das Land fördert den Stadtumbau zu 67 Prozent. Ob alle Projekte vollumfänglich gefördert werden können, werden die nächsten zehn Jahre zeigen. Die einzelnen Vorhaben müssen in diesem Zeitraum jährlich neu beantragt werden, seine Zusage erteilt das Ministerium jeweils für ein Jahr. Investitionen im Rahmen des Stadtumbaus sind bis zu zwei Drittel förderfähig, den Rest muss die Stadt beisteuern. Eine Förderzusage gab es bereits für ein klimatisches Gutachten sowie für eine Studie über Modernisierungen des innerstädtischen Gebäudebestands nach sozialen und kulturellen Kriterien. Auch die Einrichtung einer Kulturstätte in der Innenstadt hat das Ministerium grundsätzlich positiv bewertet. Diese Maßnahme soll bereits mit dem kommenden Zuwendungsbescheid bewilligt werden. Weitere Projekte sind die Aufwertung des Schillerplatzes, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Schaffung barrierearmer Straßen. Bereits umgesetzt wurden kleinere Teilprojekte im Stadtpark, etwa das Spielschiff und die Erneuerung der Teichanlage, oder werden gerade realisiert wie der Ausbau des Wegenetzes im Stadtpark und die Erneuerung der Pflanzkübel in der Bürstädter Straße. Für andere Vorhaben werden derzeit Machbarkeitsstudien erarbeitet. Als nicht förderfähig angesehen wurden einzelne Bestandteile wie zum Beispiel das Tourismuskonzept. Diese sollen aber im Zuge des Stadtumbaus weiterverfolgt und alternativ finanziert beziehungsweise gefördert werden.

Bürgerbeteiligung wird fortgesetzt

Besonders wichtig war der Stadtverwaltung und den Experten von der ProjektStadt die Bürgerbeteiligung. Ob beim Stadtspaziergang, bei Workshops, im Rahmen der „Lokalen Partnerschaft“, in der sich Vertreter mehrerer gesellschaftlicher Gruppen engagierten, oder auf der Internetplattform „sags-doch-mol.de“: „Die Bürger haben ihre Chance zur Mitarbeit hervorragend genutzt und somit entscheidend zur Entstehung des ISEK beigetragen“, sagte Marius Becker von der ProjektStadt. Die intensive Bürgerbeteiligung werde im weiteren Verlauf des Stadtumbauprozesses fortgesetzt.

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