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Nachbarschaft beleben, Identifikation stärken

Wiesbaden – Einige sprinteten die Treppen Stufe für Stufe hinauf. Andere nahmen nur jede zweite Stufe und hofften, auf diese Weise wertvolle Sekunden einzusparen. Für welche Technik sich die Läufer auch entschieden haben, eines ist ihnen nicht gelungen: den Rekord von 44 Sekunden einzustellen oder gar zu übertreffen. Natürlich wollten auch beim dritten Klarenthaler Hochhauslauf die Teilnehmer die 192 Stufen durch das zwölfstöckige Gebäude in der Hermann-Brill-Straße 11 in möglichst kurzer Zeit meistern. Für die Veranstalter stand jedoch etwas viel wichtigeres im Vordergrund: „In erster Linie geht es uns darum, Menschen zusammenzubringen. Dieses Event ist ein Gesprächsthema unter den Bewohnern und rückt sie an einem Ort, der sonst eher einen anonymen Charakter hat, einmal ins Licht. Gerade in Zeiten, in denen viele lieber auf ihr Smartphone schauen, ist das eine willkommene Gelegenheit, sich untereinander wieder näherzukommen“, sagte Ulrich Albersmeyer, Leiter des Regionalcenters Wiesbaden der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt.

45 Teilnehmer

Als Höhepunkt der „Klarenthaler Kulturtage“ hatte die Nassauische Heimstätte gemeinsam mit den Stadtteilakteuren – dem Dachverband Klarenthaler Vereinigungen e.V., Moja e.V. (Verein zur Förderung mobiler Jugendarbeit), dem Stadtteilzentrum Klarenthal der Stadt Wiesbaden, dem Volksbildungswerk Klarenthal sowie dem 1. SC Klarenthal 1968 e.V. – zum dritten Mal den Hochhauslauf organisiert. Neben der sportlichen Herausforderung und der Anregung, öfter mal die Treppe zu nutzen statt in den Fahrstuhl zu steigen, stand auch dieses Mal das Miteinander im Fokus. Die Organisatoren möchten die Nachbarschaften beleben und die Identifikation mit dem eigenen Wohngebiet stärken. Laut Carmen Neumann-Hofmann vom Sozialmanagement der Nassauischen Heimstätte und Mitglied des Organisationsteams ist das auch in diesem Jahr gelungen: „Mehr als 40 Teilnehmer haben die zwölf Stockwerke gemeistert. Das ist eine beeindruckende Zahl, die zeigt, dass der Hochhauslauf auch im dritten Jahr seines Bestehens bei den Menschen gut ankommt. Mein Respekt gilt allen, die sich dieser Herausforderung gestellt haben.“

Traubenzucker als erste Stärkung

Gestartet wurde in den Altersklassen 10 bis 13, 14 bis 20, 21 bis 35, über 36 bis 50 und über 50 Jahre. Wie im Vorjahr wurde auf Wunsch der Jugendlichen in den Altersgruppen 10 bis 13 sowie 14 bis 20 Jahre noch einmal zwischen Mädchen und Jungen differenziert. In jeder Etage standen Aufsichtspersonen bereit, um bei eventuellen Problemen schnell eingreifen zu können. Das war allerdings nicht nötig. Oben am Ziel winkte zur ersten Stärkung etwas Traubenzucker, bevor sich die Sportler unten eine wohlverdiente Mahlzeit genehmigen konnten.

Attraktive Preise für die Gewinner

Auch wenn das gemeinschaftliche Erlebnis im Vordergrund stand, wurden die schnellsten Treppenläufer für ihre sportliche Leistung natürlich gebührend gewürdigt. Die beste Zeit erzielte Rans Kaakla. Der 18Jahre alte aus Klarenthal benötigte nur 48 Sekunden und sicherte sich damit in seiner Altersklasse sowie in der Gesamtwertung den ersten Platz. Auf die Sieger warteten attraktive Preise in Form von Gutscheinen im Gesamtwert von 735 Euro von Runners Point Wiesbaden, gestiftet von der Nassauischen Heimstätte. Die Sieger jeder Altersgruppe erhielten je 50 Euro, die Zweit- beziehungsweise Drittplatzierten 35 respektive 20 Euro. Für jeden Starter gab es außerdem eine Urkunde und ein Stärkungspaket. Vor Ort waren unter anderem auch der Wiesbadener Sozialdezernent Christoph Manjura, Ortsvorsteher Gunther Ludwig und Kristina Reuter, Kundenbetreuerin der Nassauischen Heimstätte. Für das leibliche Wohl sorgte das Catering des Concierge-Teams Klarenthal mit kalten Getränken, Kaffee, Kuchen und Snacks.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regionalcentern betreut, die in 13 Service-Center untergliedert sind. Das Regionalcenter Wiesbaden bewirtschaftet rund 11.600 Wohnungen, darunter rund 5.800 Wohnungen direkt in Wiesbaden, und hat mit dem Servicecenter in Darmstadt eine Außenstelle. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2021 sind Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.

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