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Mit Greifzange und Eimer durch die Südstadt

Stadtallendorf – Sauber lebt es sich noch schöner. Aus diesem Grund sind Mieter aus Stadtallendorf dem Müll in ihrem Quartier in der Südstadt zu Leibe gerückt. Ausgestattet mit Greifzange und Eimer zogen sie am Freitag in mehreren Gruppen los und sammelten rund um Chemnitzer Straße, Dresdener Straße und „Eichenhain“ all das ein, was andere achtlos haben fallen lassen. Die gemeinsame Aktion war Teil des Umweltaktionstages, zu dem die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt, die GWH Wohnungsgesellschaft, Jumpers (Jugend mit Perspektive), die Stadtwerke Stadtallendorf, der Verein Juko e.V. Marburg sowie die Gemeinwesenarbeit der Stadt Stadtallendorf eingeladen hatten. Das Motto: „Südstadt z(s)auberhaft“.

Vor rund einem Jahr hatten sich all diese Akteure zusammengetan. Ihr gemeinsames Ziel: „Wir wollen das Interesse der Bewohner für ihr Quartier wecken und sie für einen bewussten sowie verantwortungsvollen Umgang mit ihrem direkten Wohnumfeld sensibilisieren“, sagt Hendrik Hoekstra, Leiter des zuständigen Servicecenters Marburg. Den Auftakt machte im vergangenen Jahr das „Pocket Money Project“, bei dem Jugendliche aus dem Viertel verschiedene Aktionen initiierten und somit ihr Taschengeld aufbesserten. Für diesen Sommer ist ein Fest der Kulturen geplant.

Beim Umweltaktionstag ging es vor allem darum, die Bewohner des Quartiers auf unterhaltsame, auch spielerische Weise für einen sensibleren Umgang mit Themen wie Mülltrennung sowie Re- oder Upcycling zu gewinnen. Neben der Müllsammelaktion gab es noch weitere Angebote. Die Stadtwerke steuerten einen Informationsstand zum Thema Vermeidung und Wiederverwertung von Abfällen bei. Die Besucher bekamen praktische Tipps etwa zur Mülltrennung, erfuhren aber auch Hintergründe, zum Beispiel über den Charakter der Abfallwirtschaft als Kreislauf und über Recyclingwirtschaft als wichtiges Nachhaltigkeitsmodul. Mit dem Upcycling beschäftigten sich die Teilnehmer der Bastel- und Handwerksaktion des JUKO Marburg. Bei dieser Form des Recyclings werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe wieder in gebrauchsfähige Gegenstände umgewandelt. Anders als beim Downcycling kommt es beim Upcycling jedoch zu einer Aufwertung der verarbeiteten Stoffe.

Für alle Müllsammler hat sich der Einsatz gleich in dreifacher Hinsicht gelohnt. Neben einem sauberen Wohnumfeld bekamen die fleißigen Helfer eine kleine Stärkung und Getränke sowie Gutscheine für einen freien Eintritt ins Schwimmbad. Die Veranstalter waren zufrieden: „Die Besucher waren sehr offen für unsere nachhaltigen Botschaften und fanden es gut, dass wir diese nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermittelt haben“, hieß es unisono. Und, fast noch wichtiger: „Es war für alle ein richtig schöner Nachmittag.“

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Kassel bewirtschaftet rund 17.500 Wohnungen, darunter rund 5.000 in der Stadt Kassel, und hat mit den Servicecentern in Fulda und Marburg sowie einem Vermietungsbüro in Eschwege drei Außenstellen. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2024 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.