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Mietpreisbegrenzung bei der Nassauischen Heimstätte

Frankfurt am Main – „Die Nassauische Heimstätte ist eine wichtige Partnerin, wenn es darum geht, in Hessen sozialgeförderten Wohnraum zu schaffen und für bezahlbare Mieten zu sorgen. Für die nächsten fünf Jahre wird die Nassauische Heimstätte hessenweit für Haushalte mit mittlerem Einkommen eine Begrenzung der Mieterhöhungen auf maximal ein Prozent pro Jahr garantieren“, erklärte Wohnungsbauministerin Priska Hinz, die Aufsichtsratsvorsitzende der Unternehmensgruppe ist. Die Gesellschafterversammlung hatte am Mittwoch die im Juni vom Aufsichtsrat verabschiedete Mietenstrategie bestätigt und die Geschäftsführung mit deren Umsetzung beauftragt.

Die Mietenbegrenzung umfasst etwa 75 Prozent der Mieterinnen und Mieter von sogenannten frei finanzierten Wohnungen, die nicht öffentlich geförderten werden. Um die Begrenzung zu finanzieren, verzichtet das Land Hessen als größter Gesellschafter auf die Auszahlung der Dividende. Auch die Stadt Frankfurt will die Mindereinnahmen bei Wohnungen im Stadtgebiet auf diesem Wege ausgleichen. Bei Haushalten mit einem höheren Einkommen, die nicht unter die Ein-Prozent-Regelung fallen, werden die Anpassungen von Bestandsmieten die niedrige Schwelle in Höhe von 15 Prozent innerhalb von drei Jahren nicht überschreiten. Hier bleibt die Nassauische Heimstätte fünf Prozent unter dem gesetzlich möglichen Rahmen.

Darüber hinaus beauftragten die Gesellschafter das Unternehmen damit, im Neubau den Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen auf durchschnittlich 30 Prozent, in Frankfurt sogar auf 40 Prozent zu steigern. Für 2.000 Wohnungen, die bis 2023 aus der Bindung fallen würden, wird Hessens größtes Wohnungsbauunternehmen den Kommunen zudem eine zehnjährige Verlängerung anbieten.

„Die Nassauische Heimstätte garantiert niedrige Mieten und stellt sozialgeförderten Wohnraum in ganz Hessen bereit. Mit durchschnittlich 5,71 Euro pro Quadratmeter bietet sie im Vergleich zu allen großen öffentlichen und privaten Wohnungsunternehmen bereits jetzt die niedrigste Kaltmiete. Mit der Mietpreisbegrenzung sorgen wir dafür, dass die Nassauische Heimstätte auch in Zukunft ein deutliches Gegengewicht zum allgemeinen Trend am Wohnungsmarkt bleibt und bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit geringem und mit mittlerem Einkommen bereitstellt“, sagte Priska Hinz.

Die Landesregierung hat die Mittel für die Wohnungsförderung in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Bis 2020 stehen Rekordmittel in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. Im Masterplan Wohnen sind die verschiedenen Programme und Maßnahmen gebündelt. Zusätzlich hat die Landesregierung das Eigenkapital der Nassauischen Heimstätte, deren größter Anteilseigner das Land ist, um 200 Millionen Euro aufgestockt. So kann die NH in den nächsten fünf Jahren für den Bau von knapp 5.000 Wohnungen sorgen.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Frankfurt bewirtschaftet rund 19.800 Wohnungen, darunter 16.000 direkt in Frankfurt. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2021 sind Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.