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Mietercafé im Freien

Marburg - Im Sommer 2018 hatten Mieter der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt in Marburg-Wehrda mit Auszubildenden des Jugendkompetenznetzwerks JUKO Marburg e.V. auf der Grünfläche hinter den Wohngebäuden in der Freiherr-vom-Stein-Straße eine lange geschwungene Bank aus bunten Mosaiksteinen errichtet. In einem Workshop sollten die Bewohner jetzt gemeinsam Ideen entwickeln, wie die Sitzschlange zu einem Treffpunkt in der Siedlung werden kann. Eine davon – ein Mietercafé – wird bald umgesetzt.

Die Ergebnisse des dreistündigen Treffens waren überraschend: „Ursprünglich hatten wir vor, zusammen mit den Mietern Regeln für die Nutzung der Mosaikbank aufzustellen. Diese sollten dann auf einem Schild neben der Bank gut sichtbar für alle zu lesen sein“, berichtet Jennifer Linke vom Sozialmanagement der Unternehmensgruppe. Weil sich manche Bewohner durch solche Reglementierungen jedoch bevormundet oder ausgeschlossen fühlen könnten, sah man davon kurzerhand ab. „Wir wollen schließlich alle mit ins Boot nehmen“, ergänzt Linke. „Unser Ziel ist es jetzt, alle Bewohner über die Ergebnisse des Workshops zu informieren und dadurch für die gemeinsame Erstellung der Nutzungsregeln – und somit für ein Miteinander – zu werben.“

Zukunft in bunten Farben ausgemalt

Positiv überrascht hat sie die Lebhaftigkeit und Offenheit, mit der die Mieter von ihren Bedenken, aber auch ihren Wünschen erzählten. Einige hatten ihre Kinder mitgebracht, die in bunten Farben auf Papier malten, wie sie sich das Leben in der Siedlung vorstellen. Noch entspricht die Wirklichkeit nicht ganz diesem Bild. Das Miteinander scheint nicht ganz spannungsfrei zu sein, was vor allen Dingen daran liegt, dass Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen und Tagesrhythmen Tür an Tür wohnen: Ruheständler und Berufstätige, Singles und Familien mit kleinen Kindern. Der Wunsch nach mehr Kontakt, gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung ist auf allen Seiten vorhanden – auch das wurde bei diesem Treffen deutlich, das von Mitarbeitern des JUKO Marburg e.V. mit viel Feingefühl moderiert wurde. Nur wie soll man zusammenfinden, wie locker aufeinander zugehen und den Nachbarn, die Nachbarin ungezwungen anreden?

Mieter-Café an der Sitzschlange

Eine Teilnehmerin hatte schließlich die Idee, zu einem Mieter-Café an der Sitzschlange einzuladen. Sie selbst wollen Kuchen backen, und auch andere Workshop-Teilnehmer sagten sofort zu, etwas zu essen oder zu trinken beizusteuern. Spielzeug für die Kinder bringen die Mitarbeiter vom Sozialmanagement der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit; die Mitarbeiter der JUKO Marburg e.V. erklärten sich bereit, die Kleinen während des Treffens zu betreuen und für frischen Kaffee sorgen. Als Termin wurde Donnerstag, 23. Mai, 16 Uhr, vereinbart.

Bis dahin sind alle Mitwirkenden aufgerufen, Werbung für das Mietercafé an der Sitzschlange zu machen. „Schließlich wünschen wir uns, dass sich alle Bewohner in ihrem Quartier wohlfühlen, mit ihrem Umfeld identifizieren und es als ihr Zuhause empfinden können“, sagt Hendrik Hoekstra, Leiter des zuständigen Servicecenters der Wohnstadt in Marburg. Insofern freut es ihn auch, dass seine Mitarbeiter im Servicecenter „voll und ganz hinter diesem Projekt  stehen und das Mieter-Café nach Kräften unterstützen wollen“.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Kassel bewirtschaftet rund 17.500 Wohnungen, darunter rund 5.000 in der Stadt Kassel, und hat mit den Servicecentern in Fulda und Marburg sowie einem Vermietungsbüro in Eschwege drei Außenstellen. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2024 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.

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