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Lesung als Lohn: Schüler schmökern mehr als 17.000 Seiten

Frankfurter Autorin Julia Breitenöder begeistert in der Rüsselsheimer Goetheschule / Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt unterstützt Lesung im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt Rüsselsheim, gewobau Rüsselsheim und der Neuen Wohnraumhilfe

Rüsselsheim – Im Rahmen eines Lesemarathons ging es für zwei vierte Klassen der Rüsselsheimer Goetheschule vor Weihnachten darum, so viele Buchseiten wie möglich zu lesen. Die Klasse 4c brachte es auf mehr als 17.000 Seiten – eine stolze Leistung. Als Belohnung gab es eine Lesung mit der Frankfurter Autorin Julia Breitenöder. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt hat die Lesung im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt Rüsselsheim, der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft gewobau und der Neuen Wohnraumhilfe als Träger des Quartiersmanagements im Berliner Viertel unterstützt.

Julia Breitenöder lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main. Nach einem Studium der Sonderpädagogik, einem Au-pair-Jahr und der Tätigkeit als Flugbegleiterin ist die heute 47-Jährige dort angekommen, wo sie schon immer hin wollte: beim Geschichtenschreiben. Wie gut sie das kann, merkte man in der Goetheschule an den Reaktionen der Kinder. Die Klasse hatte den Musiksaal, in dem die Lesung stattfand, mit selbstgemalten Plakaten der Bücher von Julia Breitenöder dekoriert. Auf der Tafel stand: „Herzlich Willkommen in der Goetheschule.“ Während der Lesung hingen die Viertklässler wie gebannt an den Lippen der Autorin. Ausgesucht hatten sich die Schüler eine Passage aus Breitenöders Roman „Achtung Zwilling!". Eine spannende und lustige Geschichte über zwei Mädchen, die neu in eine Stadt ziehen und die Gelegenheit nutzen, sich beim Schulbesuch abzuwechseln. So kann jede von beiden jeweils die stärkeren Fächer und Arbeitsgemeinschaften besuchen. Das bringt natürlich jede Menge Verwicklungen mit sich. Die Sache fliegt erst auf, als die Mutter der Mädchen eine Überraschungsparty mit Schulfreunden organisiert. Diese sind sehr verwundert darüber, dass Anna-Lena nicht eine Person ist, sondern eine Zwillingsschwester hat. Julia Breitenöder las aber nicht nur vor, sie bezog die Kinder auch aktiv mit ein, etwa indem sie zwischendurch Fragen zum Inhalt stellte. Meist meldeten sich alle Kinder, um zu antworten. „Einige Mädchen hatten sich sogar extra schick gemacht und ein schönes Kleid angezogen. Man merkte, dass die Kinder sich sehr auf dieses Event gefreut haben“, berichtet Tanja Steinke vom Sozialmanagement der Nassauischen Heimstätte. „Eine Schülerin hat die Autorin sogar mit einer Umarmung begrüßt.“

Natürlich blieb nach der Lesung auch noch jede Menge Zeit für Fragen an die Autorin. Die Schüler waren wissbegierig, wollten etwa wissen, wie lange es dauert, ein Buch zu schreiben, was eine Autorin verdient oder was ihr Lieblingsbuch ist. Julia Breitenöder nahm sich viel Zeit für die Antworten. Kurzum: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

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