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Kicken in der Luftblase

Kassel - Wo einst kochendes Wasser in gewaltigen Kesseln brodelte, spielen heute Kinder. Denn die „Jugendräume Hasenhecke“ im Nordosten Kassels sind im Heizwerk der gleichnamigen ehemaligen Flak-Kaserne untergebracht. Mit einem bunten Fest wurde am Freitag, 28. Juni, der 25. Geburtstag der Einrichtung gefeiert. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt feierte mit und stiftete zu diesem Anlass neue Fußballtore.

„Dieses Geschenk ist als Dankeschön für die ebenso liebevolle wie professionelle Betreuung unserer Mieterkinder in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten gedacht“, erklärt Jennifer Linke vom Sozialmanagement der Unternehmensgruppe. Daniel Wittig, pädagogischer Mitarbeiter in der Einrichtung, freut sich: „Für unsere ballbegeisterten Kinder und Jugendlichen haben wir dringend neue, portable Tore gebraucht: Das ist ein Volltreffer.“

Das Wohnquartier Hasenhecke im Nordosten der documenta-Stadt Kassel kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Zwischen 1936 und 1942 wurde eine großflächige Kasernenanlage errichtet. Nach dem Krieg zogen hier Familien ein, die geflüchtet oder deren Wohnungen oder Häuser durch Bombenangriffe zerstört worden waren. In einem gemeinsamen Kraftakt machten sich 1985 die Stadt Kassel, die Hessische Heimstätte und die Kurhessenwohnungsbaugesellschaft (die später zur Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH verschmolzen) daran, das Areal in ein attraktives Wohnquartier für Familien umzuwandeln. Es entstanden 220 zusätzliche Wohnungen, von denen viele so großzügig angelegt waren, dass sie auch mehrköpfigen Familien ausreichend Platz boten, inklusive neuangebauter Holzbalkone.

Gemeinsam mit den Bürgern eine intakte Infrastruktur geschaffen

Knapp 1.000 Menschen wohnen heute in den insgesamt 450 Wohnungen der Wohnstadt. Mehr ein Viertel davon sind Kinder und Jugendliche. Um allen gerecht zu werden, legte man von Anfang an großen Wert darauf, die Bewohner in die Planungen mit einzubeziehen und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Sichtbares Zeichen dieser gemeinsamen Arbeit: die Gestaltung der Freiflächen zwischen den einzelnen Gebäuden, die den älteren Bewohnern Ruhe- und Rückzugsbereiche bieten und den Kindern jede Menge Platz und Möglichkeiten zum Bolzen, Klettern und Herumtollen. Um das Zusammenleben der Bewohner zu fördern, schuf man Bereiche für Austausch und Gemeinschaft. Es wurde viel Wert auf eine intakte Infrastruktur gelegt, die nicht zuletzt ein Ergebnis der guten Kooperation mit der Stadt Kassel ist.

Jugendräume sind wichtige Anlaufstelle im Alltag

Die „Jugendräume Hasenhecke“ sind ein wichtiger Bestanteil der neuen Nutzung und bedeuten für die Kinder und Jugendlichen des Viertels eine wichtige Anlaufstelle in ihrem Alltag. Hier können sie nicht nur Billard oder Tischkicker spielen, klettern, toben und Musik hören, sondern auch ihre Kreativität, ihre Kochkünste oder ihr tänzerisches Talent erproben. Im Sommer gibt es ein Ferienprogramm; auch gemeinsame Theater-, Museums- und Schwimmbadbesuche stehen regelmäßig auf dem Programm. Die beiden sozialpädagogischen Fachkräfte – Daniel Wittig und seine Kollegin Nina Vuleta – sind außerdem für die Sechs- bis 21-Jährigen da, wenn sie in einer schwierigen Lebenslage nicht weiter wissen oder mit jemandem über die Dinge reden wollen, die sie mit ihren Eltern nicht besprechen können. Das Jugendzentrum ist bis auf Donnerstag an jedem Wochentag von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Der Unterstand und der Bolzplatz in seiner Außenanlage werden von den Jugendlichen aber auch zu anderen Tageszeiten und am Wochenende als Treffpunkt genutzt. „Für die Mieterfamilien und auch für uns als Wohnungsgesellschaft war es ein Glück, dass es diesen offenen Treff für die jüngeren Bewohner der Hasenhecke bereits gab, als die Modernisierung der Wohnungen abgeschlossen wurde“, erklärt Jennifer Linke. „Die Jugendräume haben wesentlich dazu beigetragen, dass aus den vormaligen Notunterkünften ein beliebtes Wohnquartier mit einer funktionierenden Infrastruktur wurde.“

„Wir als Vermieter sind sehr froh und ein bisschen stolz über die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum der Stadt Kassel in unserem Quartier“, sagt Matthias Otto, Servicecenterleiter der Unternehmensgruppe. „Das Wohngebiet ist geschaffen für junge Familien mit Kindern, nicht zuletzt wegen der ruhigen und dörflichen Lage, doch ergibt sich daraus auch das Problem, dass gerade Heranwachsende sich abgeschnitten fühlen könnten. Durch das Jugendzentrum ist für jeden etwas dabei und der Standort übergreifend attraktiv.“

Spannendes Programm zum runden Geburtstag

Für das Fest zum 25. Geburtstag hatten sich die Mitarbeiter der Jugendräume ein spannendes Programm ausgedacht, bei dem sogar die Feuerwehr zum Einsatz kam, allerdings ohne, dass es brenzlig wurde. Außerdem konnten Mutige die neue Trendsportart „Bubble Soccer“ ausprobieren, bei der die Spieler in große, mit Luft gefüllte Bälle schlüpfen und in diesen Fußball spielen. Für die Kleineren kam das Spielmobil „Rote Rübe“ vorbei. Der Wasserversorger KasselWasser bot seine Trinkwassersorten zum Verkosten an.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 58.000 Mietwohnungen in 128 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Kassel bewirtschaftet rund 16.500 Wohnungen, darunter rund 5.000 in der Stadt Kassel, und hat mit den Servicecentern in Fulda und Marburg sowie einem Vermietungsbüro in Eschwege drei Außenstellen. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2024 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.
 

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