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Gemeinsam das Unmögliche schaffen

Dreieich – Als Band sind sie fast so berühmt wie die Beatles oder Rolling Stones: die Bremer Stadtmusikanten. Generation für Generation erfreuen sich Kinder immer wieder an der Geschichte von Esel, Hund, Katze und Hahn, die gemeinsam Richtung Bremen aufbrechen, weil sie dort, wo sie jahrelang gelebt und sich für ihre Besitzer geplagt haben, niemand mehr braucht und haben will. Die Musikpädagogin Bettina Winter aus Rodgau wählte das Märchen der Gebrüder Grimm für ihre „Lesung mit Klangerlebnis“ aus, zu der die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt die Kinder aus den Kitas am Wilhelmshof und in der Gravenbruchstraße in die Stadtbücherei Dreieich eingeladen hatte.

Jede Menge Spaß und Lärm

Wenn Bettina Winter auftritt, wird das nie ein Solo. Wie kaum sonst jemandem gelingt es der Musikpädagogin, ihre kleinen Zuhörer in ihre musikalisch-rhythmischen Aktionen miteinzubeziehen und zum Mitmachen zu motivieren. Da wird getrommelt, geklopft, gesungen und getanzt, und keines der 22 Kinder beteiligte sich nicht begeistert an dieser lautstarken Inszenierung. Jede Menge Krach und Wonne also für alle, ob es nun darum ging, ein furchteinflößendes Gespenst mit lautem „Huahu“ zu spielen, oder den Kanon „Bruder Jakob“ zu singen, dem Bettina Winter einen neuen Text angedichtet hat. Bei ihr heißt es zum Beispiel „Bruder Graukopf, komm doch mal“ in Anspielung auf den Esel, während der Hund, zu der Kanon-Melodie mit dem Satz: „Hört doch auf zu jaulen“ zurechtgewiesen wird.

Am meisten freuten sich alle über das kleine Geschenk, das Bettina Winter jedem Kind persönlich überreichte. So hatte die Musikpädagogin für die 22 kleinen Teilnehmer jeweils ein Kasu gebastelt, ein kleines Blasinstrument mit einer Pergamentmembran, in das man eher hineinsingen statt -blasen muss, um einen wunderbar quäkenden, entfernt an ein Saxophon erinnernden Ton zu erzeugen. „Selten habe ich Kinder im Vorschulalter so konzentriert bei der Sache erlebt, und das für mehr als eine Stunde“, zeigte sich Ilhem Ben Arar vom Sozialmanagement der Unternehmensgruppe beeindruckt. „Durch die musikalischen Mitmachaktionen verbessern die Kinder nicht nur ihr Rhythmusgefühl und ihre Koordination. Sie lernen vor allem auch, aufeinander zu hören.“ Nicht zu vergessen die optimistische Botschaft, die das Märchen für Kinder bereithält: So wie die vier alten Tiere die gefährlichen Räuber in die Flucht schlagen, können sie, wenn sie zusammenhalten und gemeinsam kreative Ideen entwickeln, ebenfalls das Unmögliche schaffen.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 58.000 Mietwohnungen in 128 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Offenbach bewirtschaftet rund 9.500 Wohnungen. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2024 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.