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Energieeffizient, innovativ, bezahlbar

Das Herzstück unserer Nachhaltigkeitsstrategie

1000 Tonnen CO2 gespart: Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt für Projekt in Kelsterbach ausgezeichnet

Berlin – Große Ehre für die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt. Ihr Beitrag „Energetische und soziale Quartiersentwicklung am Beispiel Kelsterbachs“ hat beim Wettbewerb „CO2-Einsparung – Innovativ und Wirtschaftlich“ des Zentralen Immobilienausschusses Zia die Fachjury überzeugt. Das Expertengremium bewertete den Beitrag zum Quartier „Auf der Mainhöhe“ als „besonders erfolgreichen, schon heute in der Praxis funktionierenden und innovativen Ansatz zur CO2-Einsparung“. Als einer von fünf Beiträgen wurde das Projekt beim Tag der Immobilienwirtschaft – dem größten Branchentag der deutschen Immobilienwirtschaft wohnten in diesem Jahr rund 1900 Teilnehmer bei – im Berliner Tempodrom vorgestellt. „Diese Auszeichnung freut uns natürlich sehr“, sagte der Leiter des zuständigen Servicecenters in Wiesbaden, Tobias Bundschuh, in Berlin. „Die energetische und soziale Quartiersentwicklung ist das Herzstück unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Bei der Ertüchtigung von Quartieren legen wir – wie im Fall Kelsterbach – großen Wert darauf, dass wir für das Gesamtquartier eine gute Energiebilanz erreichen und nicht nur bei Einzelgebäuden.“ Wichtig sei es, dabei immer die Mieter im Blick zu haben. „Unser Ziel ist es, die richtige Balance zu finden zwischen energetischer Optimierung für den Klimaschutz, sozialer Verantwortung durch bezahlbare Mieten und der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit.“

Gebäude modernisieren, Wohnqualität im Quartier erhöhen

Die Unternehmensgruppe will ihren Wohnungsbestand kontinuierlich energetisch verbessern und den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen. Zwischen 2015 und 2020 werden die Gebäude im Quartier „Auf der Mainhöhe“ in Kelsterbach (Landkreis Groß-Gerau) für rund 16 Millionen Euro saniert. Die Maßnahme ist eingebettet in ein integriertes Gesamtkonzept für eine soziale und energetische Quartiersentwicklung. „Ziel ist es, neben der umfassenden Vollmodernisierung der Gebäude die Wohnqualität im Gebiet deutlich zu steigern“, erläuterte Bundschuh. Insgesamt sind 208 Wohneinheiten betroffen, die zwischen 1952 und 1976 gebaut wurden. Einiges ist bereits durch die Aufnahme des Gebiets in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt erreicht worden. Es gibt einen Quartierstreffpunkt, außerdem zahlreiche Angebote und Beteiligungsveranstaltungen für die Bewohner. Für 2018 sind ein Car- sowie Pedelec-/eLastenrad-Sharing-Angebot und die Installation von Ladeinfrastruktur für Pkw geplant.

Neue Energiezentrale versorgt Wohnungen mit Wärme

Die energetische Modernisierung umfasst unter anderem eine Fassadendämmung, Fenster mit Dreifachverglasung sowie die Versorgung mit Nahwärme in Form einer Quartierslösung: Aus einer neu errichteten Energiezentrale werden die Wohngebäude über ein von der Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH betriebenes Blockheizkraftwerk mit Wärme für Heizung, Warmwasser und Strom versorgt. Dadurch können die Mieter ihre Stromkosten bis zu 200 Euro im Jahr reduzieren. Die Energiezentrale wird auch die benachbarten Gebäude der Nassauischen Heimstätte in der Rüsselsheimer Straße mitversorgen. Die 86 Wohneinheiten werden Ende 2019 abgerissen und durch 240 neue, moderne Wohnungen sowie eine Kita ersetzt. „Wir stellen bereits jetzt eine erhebliche CO2-Einsparung gegenüber früher fest“, betonte Bundschuh. „Bis zum Abschluss der Arbeiten 2020 wird diese aber noch weiter steigen.“ Bis jetzt hat die Unternehmensgruppe durch die energetische Modernisierung der bisher 88 Wohnungen (Stand Ende 2017) und die Nahwärmeversorgung 1000 Tonnen CO2eingespart. Das bedeutet, dass die neuen Wohneinheiten drei Jahre laufen, bis sie die Energiemenge verbraucht haben, die sie vorher in einem Jahr benötigt haben. Die Einsparung beläuft sich auf 66 Prozent. Für die Treibhausgase fällt der Vergleich noch deutlicher aus: Hier dauert es acht Jahre, bis die neuen Wohneinheiten dieselbe Menge ausgestoßen haben wie zuvor in einem Jahr. Die Energieeinsparung beträgt 88 Prozent. Die Jury überzeugte an dem Konzept auch, dass der Nassauischen Heimstätte in Kelsterbach ein schwieriger Spagat gelingt: ein Quartier mit hohem Energieeffizienzstandard zu entwickeln und die Mieten bezahlbar zu halten. Bei Neuvermietung beträgt die durchschnittliche Miethöhe derzeit 7,10 €/m2. Bestandsmieter zahlen sogar etwas weniger, da die Unternehmensgruppe bei Modernisierungen die Kosten nicht zu den gesetzlich möglichen elf Prozent auf die Miete umlegt, sondern deutlich unter diesem Wert bleibt.

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  • Das Herzstück unserer Nachhaltigkeitsstrategie

    „Das Herzstück unserer Nachhaltigkeitsstrategie“: Tobias Bundschuh (li.) von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt erläutert beim Tag der Immobilienwirtschaft die energetische und soziale Quartiersentwicklung in Kelsterbach. Foto: Ulf Büschleb

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  • Große Ehre

    Große Ehre: Servicecenterleiter Tobias Bundschuh (am Mikrofon) von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt beantwortet in einem Kurzinterview Fragen zum Projekt in Kelsterbach. Foto: Ulf Büschleb

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  • „Diese Auszeichnung freut uns sehr“

    „Diese Auszeichnung freut uns sehr“: Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (li. Servicecenterleiter Tobias Bundschuh) und vier weitere Unternehmen wurden beim Tag der Immobilienwirtschaft für ihre Beiträge zum Wettbewerb „CO2-Einsparung – Innovativ und Wirtschaftlich“ des Zentralen Immobilienausschusses Zia geehrt. Foto: Ulf Büschleb

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