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Energie-Effizienz, Carsharing, Basteln mit Wertstoffen und ein Kochkurs für Kinder

Einmal volltanken bitte: Beim Modernisierungsabschlussfest zum Tag der Nachhaltigkeit in Frankfurt-Niederrad konnten die Besucher auch den Umgang mit Elektroautos testen.

Frankfurt am Main - „Vielfältig – Nachhaltig – Hessisch: So wollen wir leben!“ Unter diesem Motto stand der 5. Hessische Tag der Nachhaltigkeit am Donnerstag, 6. September. Im Rahmen zweier Modernisierungsabschlussfeste hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt gezeigt, wie das Thema Nachhaltigkeit in ihren Siedlungen gelebt wird und sich auf diesem Weg auch bei ihren Mietern für ihre Geduld während der Maßnahmen bedankt. Die Mieter nahmen das Angebot an und verbrachten in der Melibocusstraße in Niederrad und in der Leo-Gans-Straße in Fechenheim einen spannenden und unterhaltsamen Nachmittag mit jeder Menge Informationen und Angeboten rund um das Thema Nachhaltigkeit sowie Spiel und Spaß für die ganze Familie. Dr. Christian Hey, Abteilungsleiter für Klimaschutz im Hessischen Umweltministerium, nutze die Gelegenheit, die beiden Siedlungen zu besuchen. „Beide Quartiere sind herausragende Beispiele für eine gelungene soziale und energetische Quartiersentwicklung“, erläuterte dabei Regionalcenterleiter Holger Lack. „Es ist uns im Lauf der vergangenen Jahre gelungen, die Lebensqualität für unsere Mieter zu erhöhen und gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.“

Adolf-Miersch-Siedlung zeigt viele mögliche Ansätze

Die Adolf-Miersch-Siedlung in Frankfurt-Niederrad ist schon seit Jahren die Vorzeigesiedlung der Nassauischen Heimstätte, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Neubauwohnungen im Passivhausstandard, rundum energetisch modernisierte Bestandwohnungen, Solarstrom von den Dächern, die „Essbare Siedlung“, Alltagshilfen für ältere Menschen durch das WIN3-Team, der Cubity, ein aus nachwachsenden Rohstoffen konzipierter Wohnwürfel für Studenten – all dies sind Bausteine auf dem Weg zu einem nachhaltigen Quartier.

Dazu zählt auch das Carsharing, das der Anbieter stadtmobil für die Mieter bereitstellt. An einem Infostand konnten diese sich darüber informieren und erfuhren unter anderem, wie einfach es ist, das Angebot zu nutzen und welche attraktiven Konditionen es gibt. Als besonderen Anreiz gab es einen Gutschein für eine Fahrt mit einem E-Auto zu gewinnen. Übrigens: Ab sofort steht in der Melibocusstraße dauerhaft ein E-Mobil mit Ladestation bereit. Es ist die erste von mehreren Ladesäulen, die die NH im Rahmen ihrer Kooperation mit der Firma Adler eMobility Services GmbH aufstellen will. Weitere Ladestationen sollen auf der Mainhöhe in Kelsterbach und in der südlichen Ringstraße in Langen installiert werden. „Damit ist eine weitere Weiche auf dem Weg zur Umsetzung unseres Mobilitätskonzepts gestellt, bei der die Elektromobilität eine zentrale Rolle spielt“, sagt Nachhaltigkeitsbeauftragter Felix Lüter. Wie viel Energie sich durch eine Modernisierungsmaßnahme wie in Niederrad einsparen lässt, verdeutlichte Servicecenterleiterin Sandra Gesper mit einem Schaubilds. „Die CO2-Bilanz vor und nach der Modernisierung zeigt, dass der Energiebedarf um fast 70 Prozent deutlich gesunken ist.“ Gesper verband dies mit Tipps zum optimalen Heizen und Lüften. „Jeder Einzelne kann durch sein Verhalten zu einer Verbesserung der Energiebilanz beitragen.“

Mieterstrom vom Dach

Gut kam auch der Fahrrad-TÜV an. Die Mieter konnten ihren Drahtesel kostenlos auf seine Verkehrssicherheit hin überprüfen lassen. Vor Ort waren auch „Clean-FFM“, die Initiative für mehr Sauberkeit und Lebensqualität in unserer Stadt, sowie der Infopavillon des regionalen Energieversorgers Mainova. Die Besucher erfuhren alles über günstigen Strom sowie das Mieterstrommodell, das die Nassauische Heimstätte mit Mainova anbietet. Der Nachwuchs konnte sich im Stromfresserpavillon auf die Suche nach bösen Stromfressern machen, sich bei allerlei Bewegungsspielen austoben oder mit den Profis von der Kochschule und Cateringservice Ketao Zucchinispaghetti mit Tomatensauce und Kräutern zaubern.

Umfassende Modernisierung in Fechenheim

„Wir sind geschrumpft“. Unter diesem Motto stand das Modernisierungsabschlussfest in Frankfurt-Fechenheim. Von 2007 an hat die Nassauische Heimstätte über einen Zeitraum von zehn Jahren 17,5 Millionen Euro in die nachhaltige Modernisierung des Quartiers in der Leo-Gans-Straße und Max-Eyth-Straße investiert. Fassaden wurden gedämmt, Fenster ausgetauscht und Heizungsanlagen modernisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Wir konnten durch diese Maßnahmen den Energieverbrauch um 64 Prozent und die CO2-Emissionen um 63 Prozent senken“, zog Servicecenterleiter Wolfgang Koberg Bilanz. Der Energiebedarf sank von rund 5,9 Millionen Kilowattstunden pro Jahr auf rund 2,1 Millionen Kilowattstunden, der CO2-Ausstoß von 1.700 auf 600 Tonnen. „Mit der eingesparten Energie kann man mit einem Elektroauto 39 Mal zum Mond und zurück fahren“, ergänzte Lüter. „Außerdem vermeiden wir so viel CO2, wie ein 109 Fußballfelder großer Wald jedes Jahr aufnehmen kann.“

Instrumente aus Abfall

Neben diesen Informationen rund um die Modernisierung konnten sich die Bewohner über das Thema Müllvermeidung und -entsorgung informieren. Anhand von Piktogrammen konnten sie sich ein Bild davon machen, wie recyclefähige Abfälle richtig entsorgt werden. Ein besonders spannendes Angebot gab es für den Nachwuchs. Mädchen und Jungen aus der Siedlung haben aus alten Verpackungsmaterialien – Stichwort: Upcycling – neue Spielsachen gebastelt. Ein kulinarisches Angebot mit Produkten aus nachhaltigem Anbau rundete das Programm ab.

Die Unternehmensgruppe setzt auf Strom und Erdgas

Alternative Kraftstoffe haben auch in die betriebsinterne Fahrzeugflotte der Unternehmensgruppe Einzug gehalten. Die Benziner wurden durch 9 Elektrofahrzeuge und 13 Erdgasfahrzeuge ersetzt, am Standort Frankfurt sind 13 Fahrzeuge stationiert. „Damit senken wir die Treibhausgasemissionen im Betrieb um bis zu 40%, was einem Reduktionspotential von jährlich 22 t CO2-Aquivalent entspricht“, erläuterte die zuständige Unternehmensbereichsleiterin Svetlana Pogoster. 19 Pedelec-Fahrräder für Kurzstrecken in der Stadt sollen hinzukommen, die Hälfte davon ist für Frankfurter Standorte vorgesehen. „Das entlastet nicht nur die Umwelt, sondern fördert auch die Gesundheit der Mitarbeiter“, so Pogoster. Auch für die Mitarbeiter gibt es vergünstigte Carsharing-Angebote über den Anbieter stadtmobil. Zudem prüft die Unternehmensgruppe die Einführung eines Jobtickets und des Firmenradleasingmodells. Letzteres könnte noch in diesem Jahr realisiert werden.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regionalcentern betreut, die in 13 Service-Center untergliedert sind. Das Regionalcenter Frankfurt bewirtschaftet rund 19.800 Wohnungen, darunter 16.000 direkt in Frankfurt. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2021 sind Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.

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