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1.000 Bäume für die Klimainsel Kelsterbach

Kelsterbach – Mit 1.000 Bäumen und vielen neuen Grünflächen will sich die Stadt Kelsterbach in den kommenden Jahren auf die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels einstellen. Grundlage für die umfangreiche Begrünung des Stadtgebietes bildet das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, in das die Stadt Kelsterbach 2018 aufgenommen wurde. Das Bund-Länder-Programm bietet der Stadt in den nächsten zehn Jahren die Möglichkeit, mit Finanzzuschüssen von Land und Bund Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln und umzusetzen. Für die Realisierung erster Maßnahmen wurden vom Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im ersten Förderjahr bereits Fördermittel in Höhe von 457.000 Euro bewilligt.

Die Bedeutung der Klimaanpassung stellt Bürgermeister Manfred Ockel heraus, der an den Hitzesommer im Jahr 2018 erinnert: „Extremwetterlagen, wie die Hitze- und Trockenperioden im vergangenen Jahr, aber auch Starkregenereignisse werden zukünftig häufiger auftreten. Nur durch gezielte Anpassungsmaßnahmen, etwa durch schattenspendende Begrünung oder die Entsiegelung und die Schaffung von Versickerungsflächen kann den negativen Auswirkungen auf die Stadt, Natur und menschliche Gesundheit begegnet werden“.
Unter dem Titel „Klimainsel Kelsterbach“ werden in den nächsten Jahren eben solche Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Beauftragt wurde damit das Stadtentwicklungsbüro ProjektStadt aus Frankfurt mit Frederik Daub als Projektleiter sowie dem Projektteam – Faiza Azarzar, Miriam Kubat und Nando Stille.

Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin des Fachbereichs Integrierte Stadtentwicklung der ProjektStadt, einer Marke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt, sieht bei der Entwicklung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Kelsterbach viel Potenzial: „Die Aufwertung des Südparks, die Qualifizierung und Vernetzung von Grünflächen, der Ausbau des Fuß- und Radverkehrs oder die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen, sind nur einige Maßnahmen, die die Resilienz der Stadt Kelsterbach gegenüber dem Klimawandel stärken werden.“ Als besonderes Impulsprojekt stellen Ockel und Schmitz-Stadtfeld die Pflanzung von 1.000 klimatoleranten Stadtbäumen für Kelsterbach in den nächsten zehn Jahren heraus. 

Grundlage für die Umsetzung der Maßnahmen bildet das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, in dem die Ziele und Handlungsempfehlungen für die Stadt Kelsterbach dargestellt werden. Das Konzept wird in den nächsten Monaten von den Planerinnen und Planern der ProjektStadt in Zusammenarbeit mit viaverde, einem Büro für Landschaftsplanung in Kronberg, erarbeitet. Besondere Bedeutung kommt dabei der Kelsterbacher Bevölkerung und lokalen Akteurinnen und Akteuren zu, die bei der Erarbeitung der Maßnahmen beteiligt werden.

Die Orts- und Fachkenntnisse der Bewohnerinnen und Bewohner Kelsterbachs sowie von Personen, die dort arbeiten oder sich in Vereinen oder Initiativen engagieren, werden auch im Rahmen einer „lokalen Partnerschaft“ gefragt sein. Dieses für alle Interessierte offene Beratergremium wird in den kommenden Monaten aufgestellt und während des gesamten Förderzeitraums Maßnahmeninhalte erarbeiten und abstimmen sowie der Stadt Kelsterbach Umsetzungsempfehlungen aussprechen.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 58.000 Mietwohnungen in 128 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Wiesbaden bewirtschaftet rund 11.600 Wohnungen, darunter rund 5.800 Wohnungen direkt in Wiesbaden, und hat mit dem Servicecenter in Darmstadt eine Außenstelle. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2024 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.