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54 Mietwohnungen und eine inklusive Wohngemeinschaft

UnternehmensgruppeProjektentwicklung

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt baut in der Freiligrathstraße in Frankfurt-Bornheim / Kooperation mit der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.

Frankfurt am Main – Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) betritt Neuland. Erstmals realisiert Hessens größtes Wohnungsunternehmen in Frankfurt eine inklusive Wohngemeinschaft für junge Menschen mit und ohne Behinderung. Das Neubauprojekt mit insgesamt 54 Mietwohnungen in der Freiligrathstraße im Stadtteil Bornheim hat vor kurzem begonnen. Die inklusive WG zieht in eine große Erdgeschosswohnung ein. Kooperationspartner ist die Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V., die als Hauptmieter und Träger auftritt. „Es ist eine gute Nachricht, dass in Hessen trotz Corona-Pandemie weiter gebaut und investiert wird“ sagt Hessens Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir. „Unser Ziel ist, dass Jede und Jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann – selbstverständlich auch Menschen mit Behinderung. Die Nassauische Heimstätte ist einer unserer wichtigsten Partner dabei.“

Westphal: „Projekt passt sehr gut zu unserem sozialen Auftrag“

Dr. Constantin Westphal, NHW-Geschäftsführer für Akquisition, Projektentwicklung und Immobilienmanagement, betont: „Gemeinschaftliche Wohnprojekte und Wohnen für besondere Nutzergruppen haben wir ja in der Vergangenheit schon häufig umgesetzt. Eine inklusive Wohngemeinschaft für Menschen mit und ohne Handicap ist für uns allerdings tatsächlich Neuland. Es entspricht aber wunderbar unserem sozialen Auftrag, Menschen zu unterstützen, die sich selbst nur schwer am freien Wohnungsmarkt versorgen können. Daher haben wir auch nicht lange überlegt, als ich von einer Mitarbeiterin im Hause gefragt wurde, ob sich die Nassauische Heimstätte ein solches Wohnprojekt vorstellen kann.“

Natürlich trifft die NHW auch auf dieser Baustelle die im Zuge der Corona-Krise erforderlichen Maßnahmen. „Die Pandemie ist auch für uns eine besondere Herausforderung, da wir Vorkehrungen zum Schutz vor möglichen Infektionen ergreifen müssen“, sagt der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain. „Die Krise darf aber nicht zum Stillstand führen. Wir sehen daher keinen Grund, von unseren gesetzten Zielen abzuweichen. Dazu zählt auch, dass wir perspektivisch von rund 60.000 auf 75.000 Wohnungen wachsen wollen. Der Neubau in der Freiligrathstraße ist vor allem wegen seiner sozialen Dimension ein wichtiger Baustein.“

OB Feldmann: „So stelle ich mir Inklusion in Frankfurt vor“

Auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt das Neubauprojekt: „So stelle ich mir Inklusion in Frankfurt vor. Menschen mit und ohne Behinderung werden in einer gewachsenen Stadtlage in Bornheim mit ÖPNV-Anbindung, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, Vereinsleben und sozialen Einrichtungen untergebracht – also mitten im Leben, als Teil einer Hausgemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Mietern.“

Sieben WG-Zimmer und viele Gemeinschaftsflächen

Die Erdgeschoss-Wohnung ist mit rund 213 qm Wohnfläche ideal auf eine Wohngemeinschaft zugeschnitten: sieben individuelle WG-Zimmer und viel Gemeinschaftsfläche in Küche, Ess- und Wohnzimmer. Zwei Badezimmer und ein separates WC werden natürlich barrierefrei eingerichtet. Je 11 qm Balkon- bzw. Gartenfläche sorgen darüber hinaus für Wohnkomfort. In der Tiefgarage entstehen behindertengerechte Parkplätze mit barrierefreier Anbindung über einen Aufzug. Drei der insgesamt 33 Plätze stehen für Carsharing zur Verfügung.

Bunter Wohnungsmix für Singles, Paare und Familien

Darüber hinaus entsteht in der Freiligrathstraße auf 2.612 qm Grundstücksfläche ein bunter Mix aus 22 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 20 Drei-Zimmer-Wohnungen und 11 Vier-Zimmer-Wohnungen mit insgesamt rund 4.600 qm Wohnfläche. Die einzelnen Wohnungen werden zwischen 58 und 118 qm groß und eignen sich für Singles oder Paare ebenso wie für Familien mit einem oder zwei Kindern. Das Grundstück ist in Erbbaupacht vom evangelischen Regionalverband übernommen worden. Das Gebäude entsteht als urbanes „Hofhaus“ mit einem nach Südosten offenen, begrünten Hof. Im Rückbereich des Hauses wird eine gemeinschaftlich genutzte Grünanlage mit Kinderspielplätzen angelegt. Die Architektur nimmt ortstypische Merkmale aus der umgebenden Gründerzeitbebauung auf, etwa hohe Eingangsportale, raumhohe Fenster und ein Mansardendach. Für 2021 ist die Fertigstellung geplant.