Anstrich mit Perspektive
Lernbetrieb, Jugendbüro und Nassauische Heimstätte kooperieren bei Jugendprojekt in Eschersheim

Auf dem Pressefoto von links nach rechts: Robert Wald vom Jugendbüro Eschersheim; Anatoli Juchmin; Özcan Özyapici; Patrick Jones; Frank Kaiser vom Lernbetrieb Frankfurt; Oguz Han Malkoc; Tanja Steinke, Sozialmanagerin der Nassauischen Heimstätte. Auf dem Foto fehlt der fünfte Teilnehmer Mathias Röder. (Foto: Nassauische Heimstätte/Thomas Rohnke)![]()
In der Osterzeit denkt man bei Farbe und Pinsel eher an die dekorative Gestaltung von Hühnereiern. Man kann in den Osterferien mit Farbe und Pinsel auch etwas anderes anstellen, so wie Anatdi, Oguz, Özcan, Mathias und Patrick. Die fünf Jungs zwischen fünfzehn und siebzehn Jahren stammen alle aus Eschersheim und engagierten sich in einem Projekt in der Albert Schweitzer Siedlung. Ein ehemaliges Ladengeschäft in der Waldecker Straße 5, das der Nassauischen Heimstätte heute als Mietertreff dient, brauchte dringend einen neuen Anstrich. Daraus machen wir ein Projekt für Jugendliche dachte sich Tanja Steinke, eine Sozialmanagerin des Wohnungsunternehmens. In dem Jugendbüro Eschersheim, das vom Verein für Soziale Arbeit getragen wird, und dem Lernbetrieb des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit Frankfurt fand sie schnell Mitstreiter.
Robert Wald und Astrid Ianotti vom Jugendbüro wussten, welche Jugendlichen man ansprechen muss und übernahmen die pädagogische Betreuung des Projekts. Ausbilder Frank Kaiser und einige Auszubildende zum Maler und Lackierer des Lernbetriebs leiteten die Gruppe fachlich an. In einem Ideenwettbewerb wurde das passende Farbkonzept erarbeitet und innerhalb einer Woche Material besorgt, der Mietertreff vorbereitet und gemalert. Sämtliche Kosten übernahm die Nassauische Heimstätte, für das Jugendbüro gab es eine Spende von 500 EUR extra. Als Belohnung für gute Arbeit und tolles Engagement überreichte Steinke allen Jugendlichen vor kurzem Teilnahmezertifikate. „Die machen sich bei zukünftigen Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz gut in den Unterlagen“, weiß Kaiser aus Erfahrung. Einen der Jugendlichen hat er während des Projekts näher ins Auge gefasst und möchte ihm eine Ausbildung zum Maler und Lackierer im Lernbetrieb anbieten. Sag noch einer, Ostern kann man nur Eier finden!

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