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 / Presse
01.03.2010 10:13

Moderne Apartments für Wiesbadens Senioren

Nassauische Heimstätte hat Modernisierung einer Altenwohnanlage in Klarenthal abgeschlossen / Stadt kann noch freie Wohnungen vergeben

Die 113 Apartments der Altenwohnanlage in der Graf-von-Galen-Straße Ecke Hermann-Brill-Straße werden nicht wiederzuerkennen sein, wenn die Handwerker in vier Wochen abrücken. Am augenfälligsten sind in den bereits sanierten Wohnungen der Graf-von-Galen-Straße die von Grund auf erneuerten Badezimmer und die neu gekachelten Küchen. Wiesbadens Sozial- und Wohnungsdezernent Arno Goßmann zeigte sich bei der Präsentation der Sanierungsergebnisse sichtlich zufrieden. „Die Wohnanlage wurde wirklich auf den neuesten Stand gebracht und ist nun vom Parkplatz bis zur Dusche barrierefrei. Insbesondere im Stadtteil Klarenthal, in dem viele ältere Menschen wohnen, freue ich mich über ein solches Angebot. Mit einer Quadratmetermiete von 5,60 Euro sind die Wohnungen zudem auch für kleine Renten erschwinglich“. Vermieter ist zwar die Nassauische Heimstätte, das Wiesbadener Amt für Soziale Arbeit ist jedoch für die Belegung der Wohnungen zuständig. Goßmann wies darauf hin, dass in der Wohnanlage aktuell 25 Apartments frei stünden. Interessenten könnten sich gerne unter der Telefonnummer 0611 31-3445 an Helga Hein vom Amt für Soziale Arbeit wenden. Der Leerstand sei sanierungsbedingt, erklärt der Wiesbadener Geschäftsstellenleiter der Nassauischen Heimstätte, Steffen Wunderlich. „Wir haben komplette Leitungsstränge, also Wasser und Elektrik, in den Gebäuden erneuert. Dafür müssen wir alle vertikal übereinanderliegenden Wohnungen, die an einem Leitungsstrang liegen, bei unbewohntem Zustand zeitgleich sanieren. Um die Bewohner innerhalb der Wohnanlage umsetzen zu können, haben wir rechtzeitig vor der Sanierung begonnen, Apartments frei zu halten. Diesen bewusst herbeigeführten Leerstand brauchen wir jetzt natürlich nicht mehr.“

Badezimmer sind jetzt rollstuhlgerecht
Vier Stockwerke hoch ist die Altenwohnanlage der Nassauischen Heimstätte, die seit August 2008 in drei Bauabschnitten mit einem Investitionsvolumen von 3,9 Millionen Euro modernisiert werden. Die drei Gebäude aus den 60er Jahren  in der Graf-von-Galen-Straße 34 und 36 sowie Hermann-Brill-Straße 1 sind untereinander verbunden. Während der Modernisierung wurden Wasserleitungen und Elektroinstallationen erneuert und die Badezimmer in den Apartments umgestaltet. Am Ende eines rund 8- bis 10-wöchigen Arbeitseinsatzes stand ein seniorengerechtes Badezimmer mit neuem Heizkörper, neuem Waschbecken, erhöhtem WC-Sitz, Haltegriff und einer bodengleichen Dusche mit hochklappbarem Sitz. Die Türen in den Wohnungen wurden so verbreitert, dass sie mit Rollstühlen oder Rollatoren passierbar sind. Außerdem haben Küche und Bad neue Kacheln und Böden bekommen. Das Unternehmen, so Wunderlich, habe sich bei der Badgestaltung von externen Designern beraten lassen und auch der TÜV Hessen sei in die Planung unter Brandschutzgesichtspunkten involviert gewesen. „Die Sanierungsmaßnahmen sind für die Mieter im Übrigen mit keinen Mieterhöhungen verbunden“, betont Wunderlich. Im Gemeinschaftsbereich der Wohnanlage wurde ebenfalls Hand angelegt. Die Besucher des Stadtteilcafés kommen in den Genuss neuer Sanitäranlagen und neu gestrichener Flure. Prägnante Farben erleichtern nun die Orientierung im Gebäudekomplex. Über eine neue Lüftungsanlage werden die Wohnungen kontrolliert mit Frischluft versorgt und die Feuchtigkeit aus Bad und Küche sehr viel besser abtransportiert.

Nassauische Heimstätte engagiert sich in Klarenthal
„Die Nassauische Heimstätte ist mit Klarenthal besonders verbunden“, erläutert Wunderlich. Schließlich habe das Unternehmen die Siedlung in den sechziger Jahren gebaut und bewirtschafte in diesem Stadtteil heute 1.105 Wohnungen, davon 391 Altenwohnungen. „Unsere Mieter sind mit uns in die Jahre gekommen, manche wohnen schon seit vielen Jahrzehnten bei der Nassauischen Heimstätte. Alleine in den vergangenen vier Jahren haben wir über acht Millionen Euro investiert, um unsere Bestände in Klarenthal attraktiv zu halten. Darüber hinaus engagieren wir uns in Kooperation mit Partnern für den Stadtteil und seine Menschen.“ Neben den aktuell modernisierten 113 Wohnungen der Altenwohnanlage, hätten seit 2006 rund 350 Wohnungen in der Carl-von-Ossietzky-Straße, Goerdelerstraße und Hermann-Brill-Straße vom Modernisierungs- und Instandhaltungsprogramm des Unternehmens profitiert. Dabei seien vor allem Balkone saniert und die Fassaden mit einer Wärmedämmung versehen worden. Im letzten Jahr hat das Unternehmen in der Hermann-Brill-Straße 4 den Außenbereich vollkommen neu hergerichtet. Unter finanzieller Beteiligung der Stadt sind ein Bewegungsparcours für Senioren und ein Ruhegarten mit Sitzgelegenheiten und so genannte Duftbeeten entstanden.

Volksbildungswerk ist wichtiger Partner
In Zusammenarbeit mit dem Volksbildungswerk Klarenthal hat die Nassauische Heimstätte vor Ort einige soziale und kulturelle Angebote aufgebaut. In der Graf-von-Galen-Straße 34-36 sind seit über drei Jahren das Stadtteilcafé Klarenthal und die Kleiderbörse „Blini“ untergebracht, wichtige Kommunikationsorte für die häufig allein stehenden Mieter. In der Goerdelerstraße 47 betreibt das Volksbildungswerk seit letztem Jahr erfolgreich das Café Liesel mit Mittagstisch und umfangreichem kulturellem Angebot in einem Gemeinschaftsraum der Nassauischen Heimstätte. Für drei Hochhäuser in Wiesbaden-Klarenthal wurde 2005 in Kooperation mit zwei weiteren Wohnungsunternehmen – Geno 50 und GWW – ein Concierge-System eingerichtet. Beschäftigungsträger der drei Concierge-Mitarbeiter ist das Volksbildungswerk Klarenthal. Ziel des Projektes ist es, durch persönliche Präsenz der Concierge-Kräfte das Sicherheitsgefühl der Mieter zu steigern. Den rund 100 Menschen des NH-Wohnhauses Hermann-Brill-Straße 12 steht außerdem zu festen Sprechzeiten ein Concierge als Ansprechpartner zur Verfügung. In diesem Hochhaus hat die Nassauische Heimstätte mehrere Videokameras installiert, mit denen der Eingangs- und Aufzugsbereich überwacht wird. Seit 2006 können die Mieter der Nassauischen Heimstätte in Wiesbaden-Klarenthal einen neuen Fernsehsender empfangen: „K4-Klarenthal“ ist ein offener Infokanal, der gemeinsam von der Nassauischen Heimstätte und dem Volksbildungswerk ins Leben gerufen wurde. Er versorgt die Mieter mit Nachrichten und eigenen Beiträgen aus ihrem Stadtteil. Personen, Vereine und Interessengruppen können sich hier einbringen und vorstellen.

Hintergrundinformationen zum Unternehmen
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt ist eines der führenden deutschen Wohnungsunternehmen: mit rund 63.000 Wohnungen an 160 Standorten, über 30 Niederlassungen, Geschäftsstellen und Büros in Hessen und Thüringen sowie rund 800 Mitarbeitern. Sie bietet seit 85 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln und hat in dieser Zeit rund 180.000 Wohnungen gebaut – größtenteils für externe Bauherren. Die Unternehmensgruppe investiert jährlich ca. 80 Mio. Euro in Modernisierung und Instandhaltung des eigenen Bestandes.

In Wiesbaden bewirtschaftet das Unternehmen 5.760 Wohnungen. Jüngstes Projekt in der Stadt war der Bau des City-Reviers am Platz der Deutschen Einheit, das im vergangenen Jahr an das 1. Polizeirevier übergeben wurde. Dazu gehören weitere Gewerbeflächen und 48 seniorengerechte Wohnungen, die das Unternehmen selbst vermietet.  Aktuell ist die Unternehmensgruppe im Künstlerviertel mit 96 Häusern und 137 Wohnungen als Bauträger aktiv.

Unter ihrer Marke „NH ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben sowie Consulting-Aktivitäten im In- und Ausland durchzuführen. Aktuell betreut die NH ProjektStadt Aufgaben in über 140 Kommunen in Hessen und Thüringen. Jährlich werden im Rahmen der Projektentwicklung rund 40 Mio. Euro in Neubauprojekte investiert.