Hessisches Wohnungsunternehmen verstärkt Kompetenzzentrum Großsiedlungen
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt ist Anfang des Jahres dem Kompetenzzentrum Großsiedlungen beigetreten. Der Neuzugang ist das erste hessische Wohnungsunternehmen unter den Mitgliedern des Vereins. Vertreten wird es im Kompetenzzentrum durch seine Geschäftsführer Dirk Schumacher und Prof. Thomas Dilger. „Die Qualifizierung der Wohnungsbestände in den Großsiedlungen der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre wird uns und andere Wohnungsunternehmen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vor große Herausforderungen stellen“, so Schumacher. „Von dem Erfahrungsaustausch, den das Kompetenzzentrum organisiert, können wir alle profitieren.“
Allein in Deutschland leben ca. 5 Millionen Menschen in 2,4 Mio. Wohnungen von Großsiedlungen. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Wohnraumversorgung. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt hat in ihrer bald 90jährigen Geschichte zahlreiche Großsiedlungen in Hessen gebaut und bewirtschaftet dort selbst auch noch große Wohnungsbestände. Prominente Beispiele sind die Limesstadt in Schwalbach, die Nordweststadt in Frankfurt am Main, Wiesbaden-Klarenthal, Fulda-Aschenberg und Marburg-Richtsberg. Für ein Konzept zur Zukunft der Adolf-Miersch-Siedlung in Frankfurt am Main erhielt die Unternehmensgruppe im letzten Jahr eine Silbermedaille im Wettbewerb „Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen – auf der Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten“ des Bundesbauministeriums.
Das 2001 gegründete Kompetenzzentrum mit Sitz in Berlin ist eine bundesweite Plattform des Erfahrungs- und Informationsaustauschs zur Zukunft der großen Wohngebiete und Siedlungen der 1920er bis 1980er Jahre. Darüber hinaus möchte es sich in die fachpolitische Diskussion und in Projekte auf nationaler und europäischer Ebene einbringen. Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen wirbt für integrierte Konzepte, die städtebauliche Erneuerung, Klimaschutz, energetische Sanierung und soziale Stabilisierung im Rahmen wirtschaftlich tragbaren wohnungswirtschaftlichen Handelns ganzheitlich angehen und dabei innovative Methoden der baulichen Durchführung und des sozialen Umgangs anwenden.

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