Energieeffiziente und preiswerte Mietwohnungen im Künstlerviertel
22 geförderte Wohnungen der Nassauischen Heimstätte am Christa-Moering-Platz / noch in diesem Monat ziehen die ersten Mieter ein / vorausschauende Energieeffizienz
Nach einer Bauzeit von knapp 15 Monaten hat die Nassauische Heimstätte 22 geförderte Mietwohnungen in der Maria-Sibylla-Merian-Straße / Hertha-Genzmer-Straße fertig gestellt. Die ersten 15 Wohnungen werden jetzt am Donnerstag (15. September) an die zukünftigen Bewohner übergeben, die restlichen Wohnungen folgen 14 Tage später.
Das Gebäude gegenüber dem Christa-Moering-Platz verfügt über drei Geschosse zuzüglich Dachgeschoss (Staffelgeschoss) sowie eine Tiefgarage. Durch den Einbau eines Aufzuges werden 6 Wohnungen barrierefrei erschlossen. Die Gesamtwohnfläche von rund 1.560 qm verteilt sich auf acht Zwei-Zimmer-Wohnungen, sieben Drei-Zimmer-Wohnungen sowie sieben Vier-Zimmer-Wohnungen. Es handelt sich ausnahmslos um öffentlich geförderte Wohnungen. Die Quadratmeterkaltmiete liegt für 17 Wohnungen über 60 qm Größe bei 6,00 Euro und für kleinere Wohnungen bei 6,25 Euro. Hinzu kommen für Interessenten 30,00 Euro monatlich für den Tiefgaragenstellplatz.
Vorausschauende Energieeffizienz
Der Neubau zeichnet sich durch eine hohe Energieeffizienz aus. Der Primärenergiebedarf liegt deutlich unter den Anforderungen der im Jahr 2007 novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV). Auch das 2008 erlassene Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) wurde in den Planungen bereits berücksichtigt. Die Gebäudehülle ist mit einer 20 cm dicken Dämmung an der Außenwand, 3-fach-Verglasungen und der 30 cm starken Dämmung im Flachdach besonders gegen Transmissionswärmeverluste geschützt. Als erneuerbare Energien werden Holzpellets in Kombination mit Solarkollektoren für die Erstellung von Heizwärme und Warmwasser eingesetzt. Der CO2-Ausstoß ist in Folge besonders gering und entlastet die Umwelt nachhaltig. Der Primärenergiebedarf beträgt rund 26 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a), gefordert waren zum Zeitpunkt der Bauantragsstellung 87,3 kWh/m²a. Die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, fördert das Bauvorhaben im Programm Energieeffizient Bauen als KfW-Energieeffizienzhaus 55 auf Basis der EnEV 2007. Die Investitionskosten und den Betrieb der Pellet- und Solaranlage übernimmt die Konzerntochter MET als Contractor.
Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 4,255 Millionen Euro, darin enthalten sind Landesbaudarlehen in Höhe von 1,625 Millionen Euro sowie 880.000 Euro eigene Mittel der Stadt Wiesbaden, die im Gegenzug das Belegungsrecht für die Wohnungen erhält. Desweiteren gibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Fördermittel für energieeffizientes Bauen in Höhe von 1.1 Millionen Euro hinzu. Insgesamt bewirtschaftet die Nassauische Heimstätte in Wiesbaden nun rund 5.800 Wohnungen. Die Stadt ist damit der zweitgrößte Standort der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt in Hessen.


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