Charakteristisch für das neungeschossige Wohnhochhaus in der Schumannstraße in Herborn ist seine exponierte, weithin sichtbare Lage.
Da die 2- bis 4-Personenwohnungen des Gebäudes nur über sehr kleine Loggien verfügten, wurden sie im Rahmen der Umbaumaßnahmen vergrößert. Zudem wurde die Fassade erneuert und das gesamte Gebäude gemäß den Förderbedingungen für das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm inklusive Tilgungszuschuss auf Neubauniveau gedämmt.
Kernstück der Sanierung war die Erneuerung der ungedämmten Gebäudehülle. Eine hinterlüftete Vorhangfassade mit 14 Zentimetern Wärmedämmung sorgt in Verbindung mit einem durchdachten Farbkonzept für einen städtebaulichen Akzent.
Ein großer Teil der Modernisierungsarbeiten betraf den Bereich der Balkone. So wurden die bestehenden Loggienplatten bis zur Fassadenvorderkante abgeschnitten und die verbleibenden Betonplatten saniert - anschließend wurden neue Vorstellbalkone auf Stahlstützen davorgestellt. Zum Schutz vor der starken Wind- und Wetterbelastung wurden die Balkone oberhalb der Brüstung mit verschiebbaren Glaselementen versehen. Diese Verglasung kann fast vollständig geöffnet werden. Geschlossen hingegen bietet sie die behagliche Atmosphäre eines Wintergartens. | |
Ziel: |
Sanierung und Modernisierung eines Wohnhochhauses |
Bauherr: |
Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Herborn e.G. |
Entwicklung, Planung, Realisierung und Management: |
Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH |
Lage: |
Herborn, Schumannstraße 7 |
Nutzung: |
36 Mietwohnungen |
Kosten: |
1.171.000,- € |